God of War - Chains of Olympus:
Nachdem "Ready at Dawn" mit "Daxter" ein herausragendes Debut gelungen ist, hatte ich keinen Zweifel, dass "God of War - Chains of Olympus" einfach nur großartig werden würde. Nun, es ist ausgesprochen gut geworden. Die Grafik ist einfach unglaublich für die PSP und erreicht beinahe das Level von "God of War 2"; das Gameplay ist mit seiner gut balancierten Mischung aus blutigen Kämpfen, Jump&Run-Passagen und Rätseln immer noch unheimlich motivierend, allerdings ist das Abenteuer mit gerade einmal 5 Stunden Spielzeit extrem kurz.
"Chains of Olympus" ist ein Prequel und konzentriert sich auf Kratos' Abenteuer im Dienst der Götter des Olympus vor dem erstem "God of War". Die Storyline, welche von Kratos' Dilemma erzählt, entweder seine verloren geglaubte Tochter aus dem Hades oder die Welt vor der Zerstörung durch den Titanen Atlas zu retten, ist leider nicht ganz so intensiv wie in den Vorgängern, mit weniger vorgerenderten Zwischensequenzen und Nebenhandlungen. In der Mitte des Spiels wusste ich noch nicht einmal, was in den großen Höhlen des Hades eigentlich zu tun hatte. Allerdings machen die Sprecher wieder mal einen ausgezeichneten Job und in den letzten 30 Minuten fängt die Story auch langsam an Sinn zu machen und kommt zu einem befriedigenden Ende. Der orchestrale Soundtrack tut sein übriges.
Kratos, God of War
Wie ich bereits erwähnt habe, ist es einfach unglaublich, welche grafischen Resourcen sich in der PlayStationPortbale befinden. Die Charaktermodelle sind gut gelungen, die Texturen detailliert und scharf, die Beleuchtung ist einfach nur fantastisch und die Architektur beeindruckend, wenn auch nicht so atemberaubend wie auf der PS2. Aber die Effekte sind ausgesprochen schön anzusehen, die Framerate blieb die gesamte Zeit über stabil und ich bin keinem einzigen Grafikfehler über den Weg gelaufen. Lediglich ein oder zwei Mal pro Level ist das Spiel für ein paar Sekunden eingefroren.
Die Beleuchtung ist unglaublich stimmig.
Mal wieder startet Kratos seine Reise in Athen, wo es anfangs persische Eroberer zu besiegen gilt. Bereits nach einer Stunde befindet sich der durchschnittliche Spieler auf seinem Weg zum Hades mit einem Zwischenstopp beim Tempel des Helios. Das letzte Drittel findet dann im Hades selbst statt. "God of War 2" hatte eine ganze Menge ziemlich komplizierter Rätsel zu bieten. Ich persönlich musste mehr als nur ein paar Mal in der Komplettlösung nachschlagen, um weiterzukommen. Derart komplexe Rätsel sind in "Chains of Olympus" nicht zu finden. Insgesamt ist die Anzahl und Schwierigkeit der Rätsel deutlich geringer aber sie machen immer noch Spaß und sind gut integriert.Kratos beherrscht nach wie vor die bekannten tödlichen Schwerttechniken, inklusive dem Packen, Erschlagen und Enthaupten der Gegner, allerdings haben sich seine Magie-Fähigkeiten verändert, auch wenn die Wirkung weitesgehen gleichgeblieben ist. Desweiteren gibt es natürlich immer noch eine Menge Bosskämpfe, auch wenn diese nicht mehr ganz so episch ausfallen.
Wieder einmal gibt es ausgesprochen blutige Finishing Moves zu sehen.
Den meisten Respekt verdient "Ready at Dawn" allerdings für die Umsetzung der Steuerung auch den einen Analogstick, die zwei Schultertasten und vier Formtasten der PSP. Ich hätte nie gedacht, dass die Steuerung trotz der immensen Reduktion der vorhandenen Tasten so gut funktionieren würde. Magie kann jetzt ausgeübt warden durch das Drücken der rechten Schultertaste und [ ], ^ oder o; Ausweichen funktioniert nun per linker Schultertaste und Analogstick.
Die Architektur ist beeindruckend.
Fazit:
"God of War - Chains of Olympus" ist ein großartiges und definitv das am besten aussehende Spiel auf der PSP. "Ready at Dawn" hat das Gameplay und die Steuerung perfekt auf die Plattform transferiert. Auch wenn die Storyline die schwächste der Reihe ist und die extreme kurze Spielzeit ausgesprochen enttäuschend ist, "Chains of Olympus"ist ein must-have-Titel.
Story:8/10
Design:8.5/10
Presentation:10/10
Gameplay:9.5/10
Total:9/10
Atin
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